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Scottish Clans and Tartans

Teil 1: Clans ANDERSON - FRASER of LOVAT

Teil 2: Clans GORDON - MacDONELL of GLENGARRY

Teil 3: MacDONELL of KEPPOCH - MacQUARRIE

Diese Seite: Clans MacQUEEN - WALLACE

MacQueenClan MacQueen
Gälischer Name: MacShuibhne
Familienwappen: Ein Wolf auf den Hinterpfoten, einen Pfeil haltend
Motto: Standhaft und treu

Der Clan MacQueen stammt entweder aus dem westlichen Hochland oder den Hebriden und soll zunächst mit dem Clan Donald verbunden gewesen sein. Den Namen gibt es in vielen Variationen: Cuinn, Suibne, Sweyn, MacCunn, MacSween and MacSwan. Ab dem 13. Jhd. gab es für ca. 400 Jahre MacSweens in Argyll, wo sie sich Swene oder MacQueen nannten. MacQueens, MacSwans und MacSweens sind auch auf der Insel Skye und auf der Hebrideninsel Lewis zahlreich. So besaßen sie die Ländereien von Garafad auf Skye für mehrere Jahrhunderte. 

Zu Beginn des 15. Jhds., als Malcolm, 10. Oberhaupt der Mackintoshs, Mora MacDonald of Moidart heiratete, wurde die Braut von mehreren ihrer Clangenossen einschließlich eines gewissen Revan MacQueen zum Altar geführt, der auf Mackintoshland siedelte und somit zur Clan Chattan Föderation gehörte. Er kämpfte 1411 für die Mackintoshs in der Schlacht von Harlow. 

MacQueens siedelten in Strathdearn am Fluß Findhorn, und im 16. Jhd. besaßen sie auch die Ländereien von Corrybrough. Das Clan Chattan Bündnis von 1609 wurde von Donald MacQueen of Corrybrough für sich, John MacQueen in Little Corrybrough und Sween MacQueen in Raigbeg unterzeichnet. Die Ländereien von Corrybrough waren bis ins 18. Jhd. Eigentum der MacQueens. 

Robert MacQueen, Lord Braxfield, ein bedeutender aber skrupelloser Rechtsanwalt des 18. Jhds., stammte aus dem Lanarkzweig der Familie. 

MacraeClan Macrae
Gälischer Name: MacRath
Familienwappen: Eine nach einem Schwert greifende Hand
Motto: Fortitudine (Mit Standhaftigkeit)

Der Name Macrae (gälisch: MacRath) bedeutet "Sohn der Gnade". Der Clan könnte kirchlichen Ursprungs sein. Er siedelte im 12. und 13. Jhd. auf den Ländereien von Clunes in der Region Beauly und im 14. Jhd. in Kintail. Der Begründer des Kintailzweiges soll Fionnla Dubh MacGillechriosd gewesen sein, der 1416 starb. 

Duncan, 5. Oberhaupt von Kintail, erhielt um 1557 die Ländereien von Inverinate, die für über 200 Jahre im Besitz der Familie verblieben. 1677 erhielt Alexander Macrae, der älteste Sohn von Reverend John Macrae of Dingwall, ein Pfandrecht (ein sogenanntes "wadset") auf die Ländereien von Concha und Ardachy und wurde Ahnherr der Macraes von Concha.

Die Macraes waren stets loyale Anhänger der MacKenzies, Lords of Kintail und Earls of Seaforth, deren Einfluß und Bedeutung für die Macraes aber kaum hilfreich war. Zu verschiedensten Zeiten waren die Macraes Burgherrn des Eilean Donan Castle sowie Schatzmeister und Vikare von Kintail.  Reverend Farquhar Macrae, der 1580 im Eilean Donan Castle geboren wurde, war einMann von großen Einfluß, sein Enkel Donnachadh nam Pios (Duncan von den Silberkelchen) war der Kompilator gälischer Verse zwischen 1688 und 1693. 

Die Macraes nahmen an den Bürgerkriegen teil und sind für ihre Tapferkeit in der Schlacht von Sheriffmuir bekannt. Offiziell hielt sich der Clan aus dem Jakobiteraustand 1745 heraus, dennoch kämpfte eine Anzahl von Clanmitgliedern auf Seiten des Prinzen. 

MathesonClan Matheson
Gälischer Name: MacMhathain
Familienwappen: Aus einer Krone ragt ein nackter Arm, der ein Schweer hält
Motto: Fac et spera (Handle und hoffe)

Nach dem sog. "Gaelic Manuscript" von 1450 haben der Clan MacMathan oder Matheson und die MacKenzies denselben Ahnherrn. 1427 soll das Oberhaupt in der Lage gewesen sein, 2000 Männer zu den Waffen zu rufen. Daher kann dieser Clan als ebenso mächtig und einflußreich angesehen werden als die berühmteren MacKenzies. 

Der Clan wurde in zwei wichtige Familienzweige geteilt - die Mathesons von Lochalsh und jene von Shiness in Sutherland. Ein bedeutendes Mitglied der Mathesons von Lochalsh war John Dubh Matheson, der Burgherr des Eilean Donan Castle war, als die Burg 1539 von Donald Gorm of Sleat angegriffen wurde. Beide Anführer überlebten diesen Kampf nicht. Von seinem Sohn Murchadh Buidhe von Fernaig und Balmacara stammen die Mathesons von Bennetsfield, Iomaire und Glas-na-Muclach ab.

The Mathesons von Sutherland waren Abkömmlinge derer von Lochalsh. Ihre Existenz ist ab dem 15. Jhd. belegt. Sie werden von den Unterfamilien der Mathesons von Shiness, Achany und Lews repräsentiert. 

John Matheson of Lochalsh kaufte 1730 Attadale. John, 4. Oberhaupt von Attadale, heiratete Margaret, die Tochter von Donald Matheson of Shiness, und ihr Sohn Alexander, geboren 1805, war der 1. Baron Lochalsh. Er machte im Fernen Osten ein großer Vermögen, von denen er nach seiner Rückkehr ausgedehnte Ländereien in Ross-shire kaufte. James Sutherland Matheson aus dem Shiness-Zweig kaufte 1844 die Hebrideninsel Lewis und wurde 1851 Baron. 

MaxwellClan Maxwell
Familienwappen: Ein Hirsch vor einer Stechpalme
Motto: Reviresco 

Der Name Maxwell stammt aus der Borderregion und bedeutet originates in the Borders and means "Der kleine Teich des Maccus im Fluß Tweed". Im 13. Jhd. waren die Maxwells Sheriffs von Peebles und Schatzmeister von Schottland. Von Herbert und John, den beiden Söhnen vonSir Aymer Maxwell, der 1241 Schatzmeister war, stammen viele prominente Maxwellfamilien ab. 

Herbert Maxwell of Caerlaverock in Dumfriesshire, Nachkomme des ersten Herbert, wurde um 1445 Lord Maxwell. John, 3. Lord, wurde 1513 in der Schlacht von Flodden getötet. 1581 wurde John, 8. Lord, Earl of Morton. Er wurde als Rebell angezeigt, sodann begnadigt und schließlich 1592 in einem Gemetzel mit den Johnstons getötet. 1608 nahm sein Sohn, der 9. Lord, Rache für den Tod seiner Vaters und tötete Sir James Johnston. Er konnte daraufhin entkommen, kehrte jedoch nach Schottland zurück, wurde inhaftiert und 1613 hingerichtet. 

Sein Bruder Robert, 10. Lord, wurde 1620 Earl of Nithsdale. Der 2. Earl unterstützte 1644 Montrose und wurde 1667 von seinem Cousin John Maxwell beerbt, der auch 4. Lord Herries war. Der 5. Earl schloß sich 1715 dem Jakobiteraufstand an. Er wurde bei Preston gefangengenommen und wegen Hochverrats zum Tode verurteilt. Mit der Hilfe seiner Ehefrau Winifred, die mit ihm Kleider tauschte, konnte er aus dem Tower in London fliehen und starb 1746 in Rom. Die Grafenwürde war natürlich bereits 1715 erloschen. Dennoch schaffte es sein Enkel William Constable-Maxwell, die Lordschaft von Herries wiederzuerlangen, die bis 1918 in der Familie blieb und schließlich an die Duchess von Norfolk ging. 

MenziesClan Menzies
Gälischer Name: Méinn or Méinnearach
Familienwappen: Der Kopf eines Kriegers
Motto: Vill God I Zall (Wenn Gott will werde ich)

Dieser Name ist normannischen Ursprungs und kommt in verschiedenen Variationen vor: Menzies, Mengues, Mingies und Meyners. Er taucht im 12. und 13. Jhd. in verschiedenen Eigentumsurkunden auf. 1249 war Robert de Meyners Lord High Chamberlain. Sein Sohn Alexander besaß die Ländereien von Durisdeer in Dumfriesshire, sowie von Weem, Aberfeldy und Glendochart in Perthshire, die schließlich an dessen Sohn Thomas übertragen wurden. 

In der Schlacht von Bannockburn unterstützten die Menzies Robert the Bruce, der Clanmitgliedern mehrere Eigentumsurkunden über Ländereien ausstellte. David Menzies wurde 1423 vom norwegischen König als Gouveneur der Orkney- und Shetlandinseln eingesetzt. 1487 erhielt Sir Robert de Mengues eine Eigentumsurkunde über Ländereien, mit denen die Baronenwürde von Menzies verbunden war. 

1587 tauchen die "Menyessis of Atholl and Apnadull" in der Roll of the Clans auf. Sir Alexander Menzies von Castle Menzies wurde 1665 für seine Bemühungen im Zusammenhang mit der Kolonie Neuschottland zum Baron von Nova Scotia ernannt. Dieser Adelstitel bestand bis zum Tod von Sir Neil, 8. Baron, im Jahre 1910. 

Ein bedeutender Familienzweig waren die Menzies von Pitfoddels. Das junge Oberhaupt trug 1650 in der Schlacht von Carbisdale das königliche Banner im Kampf gegen die Covenanter. Der letzte aus diesem Geschlecht, John Menzies, gründete das Blairs College Seminar.  John Menzies von Culdares soll 1738 die ersten Lärchen von Tirol nach Schottland gebracht haben. 

MontgomeryClan Montgomery
Gälischer Name: MacGumerait
Familienwappen: Eine weibliche, antik gekleidete Gestalt mit einem Anker in der rechten und einem Kriegerkopf in der linken Hand.
Motto: Gardez bien (Halte gut Ausschau)

Die Montgomerys sind ein Clan aus der schottischen Grenzregion und von anglo-normannischem Ursprung. Roger de Montgomery, ein Regent der Normandie, folgte Wilhelm dem Eroberer nach England und wurde Earl of Arundel. Sein Enkel Robert de Montgomery folgte Walter, dem 1. High Stewart, während der Regierungszeit König David I.  nach Schottland. Er erhielt das Landhaus von Eaglesham, das für lange Zeit Hauptwohnsitz der Montgomerys war und bezeugte 1160 den Gründungsvertrag des Klosters von Paisley. 

Sir John Montgomery, 9. Earl von Eaglesham, zeichnete sich 1388 in der Schlacht von Otterburn an der schottischen Grenze aus, indem er Sir Henry Percy, genannt Hotspur, gefangennahm. Mit dem Lösegeld aus dieser Entführung erbaute er Polnoon Castle, heiratete Elizabeth de Eglinton und erwarb die Ländereien von Eglinton und Ardrossan. Sir Alexander Montgomery war 1430 Gouverneur von Kintyre und Knapdale und wurde 1444 Lord Montgomery. 

Hugh, 5. Earl, starb ohne Nachkommen, daher wurde die Grafenwürde seinem Cousin Sir Alexander Seton übertragen, der den Namen und das Wappen der Montgomerys annahm. Am Ende des 16. Jhds. gründete Lady Montgomery von Eglinton im irischen Ulster eine Leinen- und Wollindustrie. 

MorrisonClan Morrison
Gälischer Name: MacGhille Mhoire
Familienwappen: Aus blauen Wellen ragt ein nackter Arm heraus, der einen Dolch hält.
Motto: Castle Eistein

Gemäß der Sage soll der Clan Morrison norwegischen Ursprungs sein und von einer Familie abstammen, die an der Küste der Insel Lewis Schiffbruch erlitt. Die Schiffbrüchigen konnten sich auf Treibgut ans Ufer retten. Tatsächlich sind die Morrisons eine der uralten Familien auf Lewis. Für lange Zeit hatten etwa die Morrisons von Harbost das Richteramt inne und waren als Clann-na-breitheamh bekannt. 

Hugh Morrison ist uns als Richter in der zweiten Hälfte des 16. Jhds. überliefert. Er wurde von der Regierung beschuldigt, Rebellen zu schützen. Sein Sohn John Morrison teilte das Umgemach, das den MacLeods zustieß, weil sie Torquil Dubh MacLeod preisgaben, der 1597 von den MacKenzies geköpft wurde. Der Clan mußte in der Folge auf dem schottischen Festland Zuflucht suchen. Nicht weniger als 60 Familien sollen nach Sutherland geflohen sein. 

Nach der Abschaffung des Richteramts im 17. Jhd. wechselten die Morrisons in die kirchliche Laufbahn. Viele von ihnen wurden Geistliche. Ein Zweig der Familie auf der Insel Harris brachte begnadete Schmiede und Waffenmeister hervor, aber auch den gälischen Poeten John Morrison (1790 - 1852).

MunroClan Munro
Gälischer Name: Mac an Rothaich
Familienwappen: Ein Adler
Motto: Dread God (Fürchte Gott)

Das Stammland der Munros war immer Easter Ross. Die erste überlieferte Person dieses Namens war Hugh Munro of Foulis, der 1126 starb. Etwa ein Jahrhundert später erlangte George Munro of Foulis eine Eigentumsurkunde vom Earl of Sutherland. Robert Munro, der seine Ländereien von Robert the Bruce bekam, führte den Clan 1314 in die Schlacht von Bannockburn. 

Robert, 8. Oberhaupt, heiratete eine Nichte von Euphame, Tochter des Earl of Ross und Ehefrau König Robert II. William, 12. Oberhaupt, wurde von König James IV. in den Adelsstand erhoben und starb 1505. Robert Mor, 15. Oberhaupt, war ein treuer Anhänger von Mary Stuart und wurde von deren Sohn, König James VI., stark gefördert. 

Während des 17. Jhds. nahmen die Munros an vielen europäischen Kriegszügen teil. Z.B. schloß sich Robert, 18. Oberhaupt, der schwedischen Armee unter König Gustav Adolf an. Er rekrutierte 700 Soldaten aus seinem eigenen Clan und zeichnete sich in den Kämpfen derart aus, daß die Schotten den Beinamen "Die Unbesiegbaren" erhielten. Zu dieser Zeit gab es drei Generäle, acht Obersten, fünf Oberstleutnants, elf Majore und ca. 30 Hauptmänner, die alle den Namen Munro trugen. 

Sir Robert Munro kommandierte 1745 das gefürchtete Regiment "Black Watch" in der Schlacht von Fontenoy. Er verwendete Infantrietaktiken, die bislang völlig unbekannt waren und eilte von Sieg zu Sieg. 

Nach dem Tod des letzten Munro von Foulis erbte die älteste Tochter. 

MurrayClan Murray
Gälischer Name: MacMhuirich
Familienwappen: Eine Nixe mit Spiegel und Kamm
Motto: Tout pret (Alles bereit)

Dieser mächtige Clan hat seinen Ursprung in einem der uralten Piktenstämme der Prowinz Moray. Der Clanname taucht in vielen verschiedenen schottischen Regionen auf. Der Hauptzweig soll von Freskin abstammen, der von König David I. Ländereien in Moray erhielt. Sein Enkel William wurde als "de Moravia" beschrieben. Er erwarb die Ländereien von Bothwell sowie andere Grundstücke im Süden Schottlands. Mehrere seiner Söhne gründeten weitere Familienzweige. Er starb 1226. 

Sein Sohn Sir Walter war der erste, der den Namen Bothwell führte. Sein Nachfolger war sein Bruder Sir Andrew, der ein glühender Patriot war. Er organisierte einen Aufstand in der Prowinz Moray und kämpfte mit William Wallace, als dieser 1297 in der Schlacht von Stirling die Engländer vernichtend schlug. Möglicherweise überlebte er das Gemetzel jedoch nicht. Sein Sohn, ein weiterer Sir Andrew, war nach dem Tod von Robert the Bruce 1329 Regent von Schottland. 

1282 erwarb Sir William de Moravia durch Heirat die Ländereien von Tullibardine in Perthshire. Einer seiner Nachfolger, Sir William Murray von Tullibardine, der 1446 sein Erbe antrat, hatte 17 Söhne, von denen viele prominente Familienzweige gründeten. Sir John, 12. Oberhaupt von Tullibardine, wurde 1604 Lord Murray und 1606 Earl of Tullibardine. William, 2. Earl, beanspruchte die Grafenwürde von Atholl auf Grund der Abstammung seiner Ehefrau, starb aber, bevor sein Anspruch gewährt werden konnte. Sein Sohn William, ein glühender Jakobiter, verlor den Titel zu Gunsten seines Bruders. 

Murray of AthollClan Murray of Atholl
Gälischer Name: MacMhuirich
Familienwappen: Eine Nixe mit Spiegel und Kamm
Motto: Tout pret (Alles bereit)

John, 1. Earl von Atholl aus der Murray-Linie, erwarb diesen Titel im Jahre 1629, wobei die Grafenwürde von Tullibardine an seinen Onkel Sir Patrick Murray ging. Atholl war fanatischer Royalist. Sein Sohn John, 2. Earl von Atholl, unterstützte König Charles I. 1670 übernahm er auch die Grafenwürde von Tullibardine und wurde 1676 Marquis of Atholl.  Vom englischen König Wilhelm von Oranien tief enttäuscht, wechselte er auf die Jakobiterseite und starb 1703. 

John, 2. Marquis, wurde 1703 Duke of Atholl und war ein erbitterter Gegner des Unionsvertrages zwischen England und Schottland des Jahres 1707. Nach seinem Tod 1724 folgte ihm sein dritter Sohn James Murray als Generalerbe nach. Sein zweiter Sohn William Murray kämpfte zusammen mit seinen Brüdern George und Charles in den Jakobiteraufständen 1715, 1719 und 1745. Lord George Murray, der die Standarte des Prinzen bei Glenfinnan entrollte, war in dessen Armee ein ausgezeichneter General. 

Da sein Sohn und seine älteste Tochter früh starben, wurde James, 2. Duke of Atholl von seiner Tochter Charlotte Murray beerbt, die ihren Cousin John Murray, den ältesten Sohn von Lord George Murray, heiratete. John Murray folgte seinem Onkel als 3. Duke und Träger von vielen anderen Titeln und Ländereien im Besitz der Familie Murray nach. 

Andere Familienzweige des Clans waren die Murrays von Polmaise, Abercairney, Auchtertyre, Elibank und viele andere einschließlich der Grafenwürden von Dunmore und Mansfield.

NapierClan Napier
Familienwappen: Eine Hand, die einen Halbmond hält
Motto: Sans tache (Ohne Tadel)

Napier ist eigentlich ein englischer Name. Der Clan stammt von den uralten Earls of Lennox ab. John de Napier, der in Dumbartonshire Ländereien hatte, wird in einer Eigentumsurkunde der Grafen von Lennox aus dem Jahr 1280 erwähnt aber auch in den Ragman Rolls von 1296. Wir wissen, daß er auch aktiv an der Verteidigung von Stirling Castle im Jahre 1303 beteiligt war. 

Einer seiner Nachfolger, William de Napier, war 1402 Gouveneur von Edinburgh Castle. Sein Sohn Alexander Napier, dem die Ländereien von Merchiston gehörten, war 1437 Oberbürgermeister von Edinburgh, und dessen Sohn Sir Alexander Napier von Merchiston hatte 1461 ebenfalls eine Reihe wichtiger Ämter inne einschließlich das des Botschafters in England.

Archibald Napier von Merchiston erwarb Gartness, Rusky und andere Länderien im Jahre 1509. Sein Sohn Alexander Napier wurde 1513 in der Schlacht von Flodden getötet, und sein Sohn bei Pinkie 1547. John Napier von Merchiston, geboren 1550, war der Entdecker des Logarithmus, also ein begnadeter Mathematiker. Dessen Sohn Sir Archibald Napier, war Vorsitzender des Obersten Gerichtshofs und wurde 1627 Baron Napier von Merchiston. Er unterstützte König Charles I. Sein Sohn Archibald, 2. Lord Napier, kämpfte für Montrose. 

Archibald, 3. Lord, starb als Junggeselle, also gingen Titel und Ländereien über die weibliche Linie an die Scotts von Thirlestane. Francis, 5. Lord Napier, war der Großvater von Admiral Charles Napier, eines ausgezeichneten Marinecommanders der britischen Flotte. 

OgilvyClan Ogilvy
Gälischer Name: Mac Ghille Bhuidhe
Familienwappen: Hüftbild einer nackten Frau , die ein Fallgatter hält 
Motto: À fin (Bis zum Ende)

Die Ogilvys verdanken ihren Namen Gilbert, einem Nachfolger der uralten Earls of Angus, dem um 1163 von König Wilhelm dem Löwen die Baronenwürde von Ogilvy verliehen wurde. 1392 wurde Sir Walter Ogilvy von Auchterhouse in einer Schlacht mit dem Clan Robertson getötet. Sein Sohn, der Sheriff von Angus, wurde 1411 in der Schlacht von Harlow getötet, und dessen Sohn Sir Walter Ogilvy war Lord High Treasurer und errichtete den Airlie Tower.

Sir John Ogilvy von Airlie wurde 1491 Lord Ogilvy und Earl of Airlie in 1491 und war während der Bürgerkriege auf Seiten der Royalisten, also gegen Cromwell. James, 2. Earl, wurde 1645 nach der Schlacht von Philiphaugh gefangengenommen und zum Tod verurteilt, konnte aber aus der Burg zu St. Andrews am Vorabend sediner Hinrichtung in den Kleidern seiner Schwester fliehen. 

Der Clan engagierte sich aktiv in beiden Jakobiteraufständen. David, 5. Earl, mußte nach Frankreich fliehen, weil sich sein Vater der Armee von Prinz Charles Edward angeschlossen hatte. Nachdem er begnadigt worden war, kehrte er 1783 nach Schottland zurück und starb 1813. Sein Sohn Walter Ogilvy von Airlie erhob 1812 erfolglos Anspruch auf den Titel des 7. Earls. Die Rückgabe des Titels erfolgte erst 1825 an seinen Sohn David Ogilvy durch ein Gesetz des Parlaments. David Ogilvy, 8. Earl, wurde 1900 in der Schlacht von Diamond Hill, Südafrika, getötet. 

Oliphant and MelvilleClan Oliphant and Melville
Familienwappen: Ein Einhorn
Motto: A tout pourvoir (Versorge alle)

David de Olifard, der König David I. 1141 auf einer Reise begleitete, soll der Ahnherr des Hauses Oliphant sein. 1458 wurde Sir Lawrence Oliphant, einem Nachfolger dieses Davids, der Titel Lord Oliphant verliehen. Die Ländereien von Gask und Aberdalgie wurden von König Robert I. übertragen. Die Oliphants von Gask stammen von Sir Lawrances zweiten Sohn William Oliphant ab, während sein dritter Sohn George Oliphant den Bachilton-Zweig gründete.

Die Oliphants of Gask waren glühende Jakobiter, und Lawrence und sein ältester Sohn wurden wegen ihrer Beteiligung am Aufstand des Jahres 1745 enteignet. Die schottische Poetin Lady Nairne, eine geborene Carolina Oliphant, stammte aus der Gaskfamilie und wurde zu Ehren von Prinz Charles Edward Carolina getauft. Nach dem Tod des 11. Lords im Jahre 1751 erlosch der Titel. 

Die Melvilles sind eine Familie aus Lothian, die während der Regierungszeit von König David I. erstmals erwähnt wird. Das damalige Oberhaupt nannte seinen Landsitz "Mala Ville", wovon der Name Melville abgeleitet wurde. Sie hatten bald jede Menge wichtiger Kronämter inne. Schließlich starb die Familie aus, und die Baronenwürde von Melville gelangte durch Heirat der Erbin in den Besitz der Familie Ross of Halkhead übertragen. Der Titel Earl of Melville wurde mit jenem des Earl of Leven verknüpft. 

Das oben gezeigte Tartan war lange Zeit unter dem Namen "Oliphant and Melville" bekannt. Ein separates Muster, das ebenfalls mit der Familie Melville in Verbindung steht, findet sich in frühen Tartansammlungen. 

RamsayClan Ramsay
Gälischer Name: Ramsaidh
Familienwappen: Der Kopf eines Einhorns
Motto: Ora et labora (Bete und arbeite)

Die Ramsays sind eine uralte Familie anglo-normannischen Ursprungs. Der erste dieses Namens, der nachweislich in Schottland lebte, war Simon de Ramsay, dem von König David I. Ländereien in Lothian zugeteilt wurden. Er wird als Ahnherr der Ramsays von Dalhousie angesehen. Es gab mehrere weitere Erwähnungen dieses Namens in verschiedenen Urkunden, bevor jener von William de Ramsay 1296 in den Ragman Rolls auftaucht. Dieser Ramsay unterstützte später König Robert the Bruce und unterzeichnete 1320 einen Brief an den Papst, in dem Schottlands Unabhängigkeit von England festgestellt wurde.

Während der nächsten drei Jahrhunderte waren die Ramsays vor allem in Grenzkriege mit England verstrickt. 1618 wurde George Ramsay vonDalhousie Lord Ramsay von Melrose. Dieser Adeltitel wurde bereits nach einigen Monaten in den Titel Lord Ramsay von Dalhousie umgewandelt. Sein Sohn William Ramsay wurde von König Charles I. 1633 zum  Earl of Dalhousie ernannt.

Während des spanischen Erbfolgekriegs war William, 5. Earl, Oberst der Scots Guards und unterstützte Erzherzog Karl von Österreich. Er starb 1710 in Spanien. George, 9. Earl, war ein ausgezeichneter Soldat und wurde 1815 Baron Dalhousie der britischen Aristokratie. 

Sein Sohn James, 10. Earl, wurde 1849 Marquess von Dalhousie. Er war zwischen 1847 und 1855 Gouverneur von Indien. Als er 1860 starb, erlosch der Marquesstitel. Die schottische Titel Earl von Dalhousie und Baron Ramsay gingen an seinen Cousin Fox, 2. Lord Panmure und 11. Earl von Dalhousie. 

RobertsonClan Robertson
Gälischer Name: MacReibeirt (MacDonnachaidh)
Familienwappen: Eine Hand, die eine Krone hält
Motto: Virtutis gloria merces (Ruhm ist die Belohnung für Tapferkeit)

Die Robertsons, die auch unter dem Namen Clann Donnachaidh bekannt sind, sollen von den keltischen Grafen von Atholl abstammen. Der Clan erhielt seinen gälischen Namen von Donnachaidh Reamhar, dem "mutigen Duncan", der ein enger Freund von Robert the Bruce war und den Clan in die Schlacht von Bannockburn führte. who was a staunch friend of Robert the Bruce and led the clan at Bannockburn. Von Robert Riach, dem "grauhaarigen Robert", übernahm der Clan den Namen Robertson. Dieser Robert war jenes Oberhaupt, der die Mörder von König James I. gefangennahm und der Regierung vorführte. For diesen Dienst an der Krone erhielt er 1451 eine Eigentumsurkunde über Kronländereien und wurde in den Baronenstand von Struan erhoben. Etwa in Jahrhundert später unterwarf der Earl of Atholl diese Ländereien einem "wadset", also einer Art Pachtzahlung. Davon konnten sich die Robertsons nie wieder richtig erholen. 

Die Robertsons waren loyale Anhänger der Stuarts und folgten Montrose in allen seinen Feldzügen. Nach der Wiedereinsetzung König Charles II. verpflichtete sich der Monarch, Robertson von Struan eine hohe Pension zu zahlen. Alexander Robertson, ein berühmter Poet und Oberhaupt der von Struan, wurde um 1670 geboren. Er studierte Theologie, als er Oberhaupt wurde, verließ dann aber das Kloster und schloß sich 1688 Viscount Dundee an. Er wurde in der Folge enteignet, erwirkte aber 1703 die Aufhebung dieser schweren Strafe. Leider schloß er sich 1715 den Jakobitern an und wurde nach der Schlacht von Sheriffmuir gefangengenommen. Er konnte allerdings nach Frankreich fliehen. Obwohl man ihn 1731 abermals begnadigte, schloß er sich 1745 mit dem ganzen Clan abermals den Jakobitern an, war aber bereits zu alt, um selbst zu kämpfen. Er starb 1749. 

RoseClan Rose
Gälischer Name: Ròs or Ròis
Familienwappen: Eine Harfe
Motto: Beständig und treu

Der Clan Rose siedelte im 12. Jhd. in der Region Nairn östlich von Inverness. Es gibt einen Hinweis darauf, daß Hugh Rose of Geddes 1219 den Gründungsvertrag der Priorei von Beauly mitunterzeichnete. Sein Sohn Hugh erwarb die Ländereien von Kilravock am Moray Firth durch Heirat. Sie sind noch heute im Besitz der Familie. 

1433 erhielt John Rose, 6. Oberhaupt von Kilravock, eine Bestätigungsurkunde über seinen Grundbesitz von König James I. Sein Sohn Hugh erbaute 1460 den alten Turm von Kilravock. 14 Jahre später wurde die Baronenwürde von Kilravock ins Leben gerufen. Hugh, 10. Oberhaupt, wurde 1547 nach der Schlacht von Pinkie gefangengenommen. Er war Sheriff von Ross, Burgherr von Inverness Castle und oberster Sheriff von Inverness. Er starb 1597 im Alter von 90 Jahren. 

Die Familie Rose stand in den Jakobiteraufständen 1715 und 1745 auf der Regierungsseite. Hugh, 15. Oberhaupt, war Sheriff von Ross. Zwar stimmte er 1707 gegen den Unionsvertrag zwischen England und Schottland, war aber dennoch einer jener Schotten, die Schottland im ersten gemeinsamen Parlament in London vertraten. 

Sir Hugh Rose, geboren 1803, kämpfte in Indien in 16 erfolgreichen Schlachten und konnte mehrere bedeutende indische Anführer gefangennehmen. Er wurde 1866 zum Baron Strathnairn erhoben und wurde 1877 Feldmarschall. Kilravock Castle ist noch immer Stammsitz des Clanoberhaupts. 

RossClan Ross
Gälischer Name: Ròs or Ròis
Familienwappen: A hand holding a garland of laurel
Motto: Spem successus alit (Success nourishes hope)

DerClan Ross verdankt seinen Namen der uralten Prowinz Ross. Sein gälischer Name ist Clann Andrias. Der Ahnherr Fearchar Mac-an-t-sagairt of Applecross, der "Sohn des Priesters", war ein mächtiger Anhänger von König Alexander II. Für seine Dienste wurde er um 1234 Earl of Ross. Sein Enkel William, 3. Earl, führte seinen Clan in die Schlacht von Bannockburn, und Hugh, 5. Earl, wurde 1333 in der Schlacht von Halidon Hill getötet. 

Sein Nachfolger William, 6. Earl, starb ohne männlichen Erben. Die Nachfolge ging über die weibliche Linie, was später zu einem wüsten Streit um die Grafenwürde zwischen dem Lord of the Isles und Regent Albany führte. Schließlich wurde sein Bruder Hugh Ross of Rariches, der 1374 eine Eigentumsurkunde über die Ländereien von Balnagowan erhielt, der Nachfolger. 1424 fiel die Grafenwürde an die Krone. König James I. übertrug sie an Margaret, Mutter von Alexander, 3. Lord of the Isles. Nach dem Erlöschen der Lordschaft der Inseln 1493 fiel die Grafenwürde wieder der Krone anheim. 

David Ross, der letzte der direkten Linie derer von Balnagowan, übertrug die Ländereien an den Hon. Charles Ross, Sohn von Lord Ross of Hawkhead in Renfrewshire. Balnagowan ging 1745 an George, 13. Lord Ross. Nach dem Tod des unverheirateten 14. Lord Ross, folgte ihm Sir James Lockhart, 2. Baron von Carstairs nach. 

ScottClan Scott
Gälischer Name: Scot oder Scotach
Familienwappen: Ein trippelnder Hirsch
Motto: Amo (Ich liebe)

Die Scotts, einer der mächtigsten Border Clans, verdanken ihren Namen den Scoten, die von Irland her in Schottland eindrangen. Uchtredus filius Scoti bezeugte 1107 und 1128 Eigentumsurkunden. Von ihm stammen die Scotts von Buccleuch und Balwearie ab. 

Die Scotts von Buccleuch tauschten die Ländereien von Murdochston in Lanarkshire gegen jene von Branxholm in Roxburghshire. Sir Walter Scott, 13. Baron von Buccleuch, wurde von König James IV. zum Lord Scott of Buccleuch ernannt. Sein Sohn wurde 1619 Earl of Buccleuch. Da es keinen männlichen Erben gab, wurde Anna, Countess of Buccleuch, Nachfolgerin. Sie heiratete James, Duke of Monmouth, den Sohn von König Charles II., der Herzog von Buccleuch wurde. Sein Enkel wurde 2. Duke, und der 3. Duke erbte den Titel des Herzogs von Queensberry. 

Sir Michael Scott von Balwearie, von König Alexander II. in den Adelsstand erhoben, erhielt die Ländereien von Balwearie durch Heirat mit der Erbin von Sir Richard Balwearie. Ihr Sohn Sir Michael Scott, der um 1300 starb, war Astrologe und Zauberer. Der Sage nach soll er die Eildon Hills bei Melrose gespalten haben, aber auf alle Fälle war er ein Gelehrter. Von 14 Baronen von Balwearie wurden 13 in den Ritterstand erhoben. Heute wird die Familie durch die Scotts von Ancrum repräsentiert.

Sir Walter Scott, der berühmte schottische Schriftsteller, entstammt dem Haus der Scotts of Harden, einem er vielen prominenten Familienzweige dieses Clans. 

ShawClan Shaw
Gälischer Name: Mac Ghille-Sheathanaich
Familienwappen: Eine Hand, die einen Dolch hält
Motto: Fide et fortitudine (Durch Treue und Stärke)

Clan Shaw war einer der wichtigsten Clans der Clan Chattan Föderation. Farquhart Shaw, Urenkel von Angus, dem 6. Oberhaupt der Mackintoshs, soll der Anführer des Clan Chattan in der Schlacht auf dem North Inch bei Perth im Jahre 1396 gewesen sein. Als Belohnung für seinen Militärdienst wurden ihm die Ländereien von Rothiemurchus übertragen, die im 16. Jhd. verkauft wurden. Sein Sohn James Shaw, wurde 1411 in der Schlacht von Harlow getötet, worauf ihm Alasdair Giar nachfolgte. 

Alasdairs Bruder Adam (Ay) von Tordarroch war Gründer des Clan Ay und war mit dem Clan Shaw verbündet. Er unterzeichnete 1609 den Föderationsvertrag mit dem Clan Chattan. Die Shaws unterstützten Montrose und kämpfte im Jakobiteraufstand 1715. 

Alasdairs zweiter Sohn Alexander Shaw war Ahnherr der Shaws von Dell, sein dritter Sohn James Ahnherr der Shaws vonDalnavert, sein vierter Sohn Farquhar Begründer des Clan Farquharson und sein fünfter Sohn Iver Ahnherr der Shaws von Harris und der Inseln.

Die Shaws der Lowlands haben ihren Ursprung in William de Shaw, dessen Name in den Ragman Rolls von 1296 vorkommt. Die Shaws von Sauchie und Greenock waren wichtige Zweige der Familie. Nach rund 400 Jahren ohne Oberhaupt wurde 1970 ein neues, das 21. Oberhaupt des Clan Shaw ermittelt. Tordarroch in Strathnairn gehört immer noch dem Clan.

SinclairClan Sinclair
Gälischer Name: Mac na Ceardadh
Familienwappen: Ein Felsen
Motto: Commit thy work to God (Vertraue ihre Arbeit Gott an)

Der erste dieses anglo-normannischen Namens war William de Sancto Claro, der im 12. Jhd. die Baronenwürde von Roslin in Midlothian erhielt. Sir Henry St. Clair of Roslin unterstützte Robert the Bruce. Sein Sohn Sir William begleitete Sir James Douglas auf seiner Reise ins heilige Land, wohin sie das Herz des Bruce bringen wollten. Er starb im Kampf gegen die Mauren in Spanien. 

1379 erhielt Henry, der Sohn von Sir William, durch die Heirat seines Vaters mit Isabella, Countess of Orkney, die Grafenwürde von Orkney. William, 3. Earl, gründete 1446 Roslin Chapel und erlangte 1455 die Grafenwürde von Caithness. 1470 kaufte König James III. den Sinclairs die Grafenwürde von Orkney ab. 

Die Grafen von Caithness führten lange, blutige Fehden mit den Grafen von Sutherland, den Gunns und anderen Clans. George, 6. Earl, war bald bis zum Hals in Schulden getaucht, was dazu führte, daß er Sir John Campbell of Glenorchy Titel und Ländereien verpfändete. Er starb ohne Nachkommen, und Campbell übernahm alles im Jahre 1676, doch der Titel wurde von George Sinclair of Keiss beansprucht. 1680 besiegten die Campbells die Sinclairs in einer Schlacht, dennoch erhielten diese den Titel 1681 nach einer erfolgreichen Beanspruchung per Gesetz zurück. 

Es gibt noch viele weitere wichtige Sinclairfamilien, wie z.B. die Sinclairs von Ulbster. Die Sinclairs von Argyll und im Westen Schottland dürften aber mit jenen des Nordens nicht verwandt sein. 

SkeneClan Skene
Gälischer Name: MacSgian
Familienwappen: Ein Arm aus einer Wolke, dessen Hand einen Lorbeerzweig hält. 
Motto: Virtutis regia merces (Ein Palast ist die Belohnung für Tapferkeit)

Der Ursprung des Clan Skene führt uns zurück ins 11. Jhd., als ein Sohn von Robertson von Struan dem König das Leben rettete, indem er einen Wolf mit seinem Sigan Dhu (einem schottischen "Schwarzdolch") tötete. Dafür erhielt er die Ländereien von Skene in Aberdeenshire.

John de Skene unterzeichnete 1296 die Ragman Rolls. Sein Enkel Robert war ein treue Gefolgsmann von Robert the Bruce, von dem er eine Urkunde bekam, mit der die Ländereien von Skene mit einer Baronenwürde ausgestattet wurden. Leider waren die Skenes in Schlachten vom Pech verfolgt. 1411 wurde Adam de Skene bei Harlow getötet, Alexander fiel 1513 bei Flodden, und sein Enkel Alexander überlebte 1547 die Schlacht von Pinkie nicht. James Skene of Skene unterstützte die Royalisten. Nachdem man König Charles I. 1649 in London geköpft hatte, verschlug es ihn nach Schweden in die Armee König Gustav Adolfs. 1827 starb die Familie Skene in der direkten Linie aus. Die Ländereien wurden an James, 4. Earl of Fife übertragen, der der Neffe des letzten Skene of Skene war. 

Andere prominente Skenefamilien schlossen jene von Dyce, Halyards, Cariston, Curriehill und Rubislaw ein. Sir John Skene, ein fähiger Jurist, wurde 1594 Vorsitzender des Obersten Gerichtshofs und trug den Titel Lord Curriehill. William Forbes Skene, der berühmte Autor von Schottlands keltischer Geschichte, wurde 1809 geboren. Er wurde 1881 königlicher Geschichtsschreiber für Schottland und starb 1892. 

StewartClan Stewart
Gälischer Name: Stiubhard
Familienwappen: Ein Pelikan, der seine Brut füttert
Motto: Virescit vulnere virtus (Der Mut wächst sehr mit einer Wunde)

Die Stewarts stammen von Walter, dem Sohn eines anglo-normannischen Barons, ab, der im 12. Jhd. nach Schottland kam und von König David I. zum High Steward des königlichen Haushalts ernannt wurde. Er erhielt Ländereien in Renfrewshire, Paisley, Pollok, Cathcart, und weiteren Regionen Schottlands. Das Amt des High Steward war seit König Malcolm IV. innerhalb der Familie vererbbar. 

James, 5. High Steward, unterstützte Sir William Wallace und Robert the Bruce in ihrem Unabhängigkeitskampf. Walter, 6. High Steward, heiratete Prinzessin Marjory, die Tochter von Robert the Bruce. Von ihnen stammt das königliche Haus der Stewarts ab. Die männliche Linie endete 1807 mit dem Tod von Prinz Henry, der Kardinal von York und Bruder von Prinz Charles Edward war. 

Von diesem Königshaus stammen viele adelige Familien ab. Die Stewarts hatten oder haben noch immer folgende Adelstitel inne: die Herzogstitel von Albany, Rothesay und Lennox, den Marquesstitel von Bute und die Grafentitel von Menteith, Angus, Atholl, Strathearn, Carrick, Buchan und Galloway. Weiters gibt es Stewarts von Bonkyl, Blackhall, Greenock, Castlemilk, Balquhidder, Achnacone, Invernahyle, Ardsheil, Ardvorlich, Dalguise, Fasnacloich und Grandtully. 

Das königliche Stewarttartan wurde stets als ein persönliches Muster des Königshauses von Schottland angesehen und steht heute Ihrer Majestät Königin Elizabeth II. zu. 

Stewart of AppinClan Stewart of Appin
Gälischer Name: Stiubhard
Familienwappen: Der Kopf eines Einhorns
Motto: Quidder we´ll zje (Wenn wir wollen)

Sir John, Stewart von Bonkyl, war der Sohn von Alexander, High Steward von Schottland und der Ahnherr dieses Clans im westlichen Hochland. Einer seiner Nachfolger erlangte durch Heirat mit der Erbin von Lorn die Lordschaft von Lorn. Sir John Stewart von Lorn wurde um 1463 im Dunstaffnage Castle ermordet. Sein Sohn Dougal wurde 1. Oberhaupt der Appin-Stewarts. Er beanspruchte die Lordschaft von Lorn, die ihm allerdings nicht gewährt wurde. 

Der Clan kämpfte in den Schlachten von Flodden und Pinkie. Bei Pinkie wurde er von Donald Stewart von Invernahyle, auch bekannt unter dem Namen "Donald nam Ord", angeführt. 1645 unterstützen sie Montrose in der Schlacht von Inverlochy und noch im selben Jahr in den Schlachten von Auldearn und Kilsyth. Das Oberhaupt von Appin wurde für vogelfrei erklärt und verlor seine Ländereien bis zur Wiedereinsetzung König Charles II. im Jahre 1660. 1688/89 schloß sich der Clan Viscount Dundees Armee an und kämpfte in beiden Jakobiteraufständen für die Rebellen. Nach der Schlacht von Culloden war das Banner der Stewarts von Appin unter den wenigen, die der Zerstörung durch den englischen Feind entgingen. 

1765 wurden die Ländereien vom 9. Oberhaupt verkauft. Bezüglich des Amtes folgte ihm sein Cousin Duncan, 6. Oberhaupt von Ardsheil nach, der 1769 10. Oberhaupt von Appin wurde. 1782 erwirkte er die Rückgabe der konfiszierten Ländereien von Lorn. 

SutherlandClan Sutherland
Gälischer Name: Sutherlarach
Familienwappen: Eine Katze auf ihren Hinterpfoten
Motto: Sans peur (Furchtlos)
 

Das Clanterritorium im Süden von Caithness wurde von den Norwegern "Sudrland" genannt. Es gibt keinen Zweifel darüber, daß dieser Name adaptiert wurde. Die Grafen von Sutherland, die bis 1514 die Oberhäupter der Familie stellten, stammen von Freskin, dem Ahnherrn der Murrays, ab.

Die Grafenwürde von Sutherland soll die älteste Großbritanniens sein und soll William, Lord of Sutherland, um 1228 verliehen worden sein, der der Urenkel von Freskin war. William, 2. Earl of Sutherland, kämpfte für Robert the Bruce bei Bannockburn. Sein Sohn Kenneth, 3. Earl, wurde 1333 in der Schlacht von Halidon Hill getötet. William, 4. Earl, heiratete eine Tochter von Robert the Bruce. Seine Nachfolger waren mit den Nachbarclans, vor allem mit den MacKays, in blutige Fehden verstrickt. John, 9. Earl, starb 1514 ohne männlichen Erben. Daher ging der Titel an seine Schwester, deren Ehemann Adam Gordon of Aboyne war.

Die Gordon Earls of Sutherland erbten leider auch die tödlichen Clanfehden. John, 11. Earl, und seine Ehefrau wurden etwa auf Betreiben des Grafen von Caithness von Isobel Sinclair vergiftet. William, 18. Earl, starb 1766. Er war der letzte der Gordon Sutherlands. Seine Tochter Elizabeth, Countess of Sutherland, heiratete George Granville-Leveson-Gower, der danach Marquis von Stafford und 1833 Herzog von Sutherland wurde.

UrquhartClan Urquhart
Gälischer Name: Urchurdan
Familienwappen: Emporsteigend aus einer Krone das Hüftbild einer nackten Frau, die ein Schwert und einen Baum trägt. 
Motto: Mean, speak and do weil (Denke, sprich und tue Gutes)

Die Urquharts verdanken ihren Namen dem gleichnamigen Distrikt im uralten Sheriffbezirk von Cromarty. Sir Thomas Urquhart, der seine eigene Genealogie zusammenstellte, beschrieb sich selbst als 143. in der direkte Abstammung von Adam und Eva ...

William Urquhart, zu Beginn des 14. Jhds. Sheriff von Cromarty, heiratete eine Tochter von Hugh, Earl of Ross. Sein Sohn konnte den Familienbesitz stark vergrößern. Sir Thomas Urquhart of Cromarty, der Helen, die Tochter von Lord Abernethy, heiratete, soll der Vater von 25 Söhnen gewesen sein, von denen sieben auf dem Schlachtfeld von Pinkie starben. Sein ältester Sohn Alexander Urquhart erhielt 1532 von König James V. eine Eigentumsurkunde über Ländereien in Ross-shire und Inverness-shire. Dessen Sohn John of Craigfintry and Culbo, war Erzieher seines Großneffen Sir Thomas Urquhart und wurde als jener "Tutour of Cromartie", der in der Roll of Landlords von 1587 vorkam, identifiziert.

Sir Thomas Urquhart of Cromarty lebte im 17. Jhd. und war Soldat und Schriftsteller. Vor allem wurde er durch seine Übersetzung von Werken des französischen Autors Rabelais und durch seine Epigramme bekannt. Colonel James Urquhart, der 1741 starb, war der letzte der männlichen Linie. 

Das Amt des Oberhaupts bekamen die Urquharts von Meldrum, die von John, dem Tutor of Cromarty, abstammten. Es wurde zwischen 1898 und 1958 nicht besetzt. 

WallaceClan Wallace
Gälischer Name: Uallas
Familienwappen: Ein stählener Arm mit einem Schwert
Motto: Pro libertate (Für die Freiheit)

In alten, lateinischen Dokumenten steht der Begriff "Wallensis" oder "Walensis" für das Volk der Waliser, wogegen er in Schottland vor allem für die Britonen Strathclydes verwendet wurde, die aber walisischer Herkunft waren. Von diesem Wort stammt auch der Name Wallace. 

Im 12. Jhd. erhielt Richard Wallace ausgedehnte Ländereien in Ayrshire in jener Region, die heute Riccarton heißt. Sein Nachfolger, Sir Malcolm Wallace of Elderslie, war der Vater von Schottlands größtem Patrioten, Sir William Wallace, der sein zweiter Sohn war. Obwohl ziemlich jung, wurde William Wallace Anführer einer Patriotenmiliz. Seine außergwöhnlichen Feldstrategien und Erfolge brachten ihm die Unterstützung vieler Adeliger. Die blutige Rache für die Ermordung seiner heimlichen Ehefrau durch die Engländer in Lanark und die Zerstörung der "barns of Ayr" als Rache für die Morde an seinem Onkel und anderen schottischen Edelmännern, die zu einer Versammlung gebeten worden waren, verhalfen ihm zu einer noch größeren Anhängerzahl. Sein militärisches Genie brachte ihn den Haß König Edward I. von England ein, der nun unablässig versuchte, diesem schottischen Rebellen das Handwerk zu legen. Dies gelang aber nur durch Verrat in seinen eigenen Reihen. Er wurde nach Robroyston bei Glasgow gelockt und dort gefangengenommen. Sir John Menteith brachte ihn schließlich nach London, wo er 1305 brutal hingerichtet wurde. 

Die Wallaces von Craigie, Cessnock, Kelly und Cainhall stammen alle aus der ursprünglichen Familie der Wallace von Riccarton in Ayrshire ab. 
 

Teil 1: Clans ANDERSON - FRASER of LOVAT

Teil 2: Clans GORDON - MacDONELL of GLENGARRY

Teil 3: Clans MacDONELL of KEPPOCH - MacQUARRIE


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